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KÄSEREIBE AUF STELZEN

Mit seiner schlanken, keilförmigen Gestaltung ist das Leadenhall Building ein Symbol für die Londoner Skyline der Zukunft. Entworfen von Graham Stirk vom weltweit renommierten Architektenbüro Roger Stirk Harbour + Partners, bietet der Wolkenkratzer einen spektakulären Blick auf die Themse, auf London und das Umland – nicht zuletzt dank der 22 Panoramaaufzüge von KONE.

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as Leadenhall Building ragt insgesamt 225 Meter in den Himmel. Im obersten der 45 Stockwerke ist man auf Augenhöhe mit der Aussichtsplattform des Shard: Die zackig auslaufende „Glasscherbe“ ist mit 310 Metern das höchste Gebäude Europas – und auch hier fahren Aufzüge von KONE.

Die britische Hauptstadt erlebt derzeit ohnehin einen Wolkenkratzer-Boom: Für den Großraum London sind momentan über 200 Hochhäuser beantragt oder genehmigt. Mehr als 100 sind bereits im Bau, viele davon werden 50 Stockwerke oder mehr haben. Stück für Stück wird aus London, über Jahrhunderte in die Breite gewachsen, nun eine vertikale Stadt. Momentan ballen sich die Türme zwar noch im Bankenviertel und in den Docklands – doch in den kommenden Jahren werden überall in London Gebäude entstehen, die mit einer Höhe von 75 Metern oder mehr der offiziellen Definition eines „Tall Building“, eines Hochhauses, entsprechen.
 

DIE SCHNELLSTEN PANORAMAAUFZÜGE DER WELT

Fraglich jedoch ist, wie viele dieser Gebäude wohl so gut gelingen werden wie das elegante Leadenhall Building, das vor allem wegen seiner nach innen geneigten Fassade von sich reden macht und von den Londonern daher liebevoll „Cheesegrater“ („Käsereibe“) genannt wird. Das Gebäude setzt sich aus ganz unterschiedlichen architektonischen Elementen zusammen. Am auffälligsten ist die Gebäudehülle, die insgesamt 70.000 m2 Glasfassade umfasst – eine Fläche so groß wie neun Fußballfelder.

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Mit ihren vollverglasten Kabinen integrieren sich die 22 Aufzüge von KONE ideal in die Fassade. Nicht nur optisch, auch technisch sind sie ein Highlight: Mit einer Geschwindigkeit von 8 m/s benötigen die Aufzüge gerade einmal 30 Sekunden, um die Passagiere vom Erdgeschoss bis in die oberste Etage zu befördern. Damit handelt es sich um die schnellsten Panoramaaufzüge der Welt.

Tatsächlich war die Gestaltung der Aufzüge ein zentraler Bestandteil des Gebäudekonzepts: Jede Komponente wurde nach genauen Spezifikationen entworfen. Ein Blickfang sind die verglasten Kabinen, denen man bereits an ihrer farblichen Umrandung ansieht, ob sie Personen (orange umrandet) oder Waren (grün umrandet) befördern. Auf ihnen thronen Glasbalustraden, wodurch die Kabinen noch höher wirken. Am meisten verblüfft jedoch die Tatsache, dass in den gläsernen Schächten nicht ein einziges Kabel zu sehen ist. Die gesamte Verkabelung ist subtil hinter Blenden versteckt. Wenn Passagiere hinaufschauen, sehen sie einen absolut freien Schacht.

Die Programmierung der Zielwahlsteuerung KONE Polaris weist eine Besonderheit auf: Passagiere können per Knopfdruck die Low- Mid- und High-Rise-Bereiche der Anlagen ansteuern. Die Aufzugportale für den Transfer zwischen diesen Bereichen liegen in der 10. und in der 24. Etage. Hier wird den Nutzern an den Polaris-Konsolen angezeigt, in welchem Aufzug sie ihre Fahrt in die gewünschte Etage fortsetzen können.


PRÄZISION BIS INS KLEINSTE DETAIL

Noch eine Besonderheit: Das Leadenhall Building hat kein Erdgeschoss im herkömmlichen Sinn – sondern steht sozusagen auf Stelzen. Das Foyer befindet sich im ersten Stock und ist über Rolltreppen erreichbar, die wie die Aufzüge von KONE stammen. Der Bereich im Erdgeschoss ist somit frei zugänglich. Insbesondere der Architekt Graham Stirk ist stolz darauf, in der eng bebauten Innenstadt Londons einen neuen, begrünten öffentlichen Raum geschaffen zu haben.

Im Hinblick auf die Überwachung der Aufzüge und Rolltreppen setzt der Gebäudebetreiber auf E-Link™. Das Monitoring-System von KONE liefert in Echtzeit Informationen über den Status der Anlagen. Anhand dieser Daten erkennen die Servicetechniker von KONE, wie hoch die Auslastung ist oder ob Ausfälle drohen – dann reagieren sie präventiv, was dazu führt, dass Ausfälle vermieden und Stillstandzeiten minimiert werden.

Alles in allem ist der Turm ein echtes Vorzeigeobjekt. Dazu tragen auch die Aufzüge und Rolltreppen bei, denn sie sind nicht nur von außen sichtbar, sondern gewähren auch Einblicke ins Innere des Gebäudes. Hinzu kommt die präzise Fertigungsqualität: Jedes Element ist bis auf den Millimeter genau gearbeitet. Die Anlagen machen somit den allerbesten Eindruck – bis ins kleinste Detail.

Das Leadenhall Building

Video:
Leadenhall Building - a world first!

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