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EINE VISION ERWACHT ZUM LEBEN

Der Barrakka Lift in Valletta, der Hauptstadt Maltas, ist die wichtigste Verbindung zur historischen Festung: Er befördert Touristen und Pendler von den Ufern des Mittelmeeres bis hinauf in das Bollwerk, das im 16. Jahrhundert entstand, um die Stadt vor Invasoren zu schützen.

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er Barrakka Lift Tower wurde 2012 an derselben Stelle errichtet, an der schon früher ein Aufzugturm gestanden hatte. 1905 in Betrieb genommen, wurde die Anlage 1973 stillgelegt und 1983 demontiert – es fehlten schlicht die finanziellen Mittel für die Instandhaltung. Doch inzwischen haben sich die Zeiten geändert: Der Tourismus auf Malta boomt. Und um den Besuchern, die die Insel über das nahe der Altstadt gelegene Kreuzfahrtschiff- Terminal erreichen, einen schnellen und komfortablen Zugang zu den Sehenswürdigkeiten der maltesischen Hauptstadt zu bieten, musste wieder ein Aufzug her.

Dabei waren die Voraussetzungen für den Bau des neuen Aufzugs nicht gerade einfach. Viele Bewohner erinnerten sich noch gut an die alte Anlage, die sich harmonisch ins historische Stadtbild einfügte und auch deswegen sehr populär war. Hinzu kamen zahlreiche Denkmalschutzrichtlinien, die die Errichtung eines freistehenden Turms für den Aufzug nicht gerade einfacher machten.
 

ERPROBTE INSTALLATIONSPROZESSE

Das Projekt erforderte enge Abstimmungsprozesse, insbesondere im Hinblick auf den Bau des Aufzugturms. Für KONE lag die Herausforderung darin, die Aufzüge an das Turmdesign des Architekturbüros Architecture Project anzupassen und gleichzeitig den technischen Vorgaben des beratenden Ingenieurs Ray Spiteri zu entsprechen. „Wir waren hocherfreut zu sehen, wie unsere Vision nach und nach Gestalt annahm und zum Leben erweckt wurde“, erinnert sich Konrad Buhagiar, Gründungspartner von Architecture Project.

Um zu testen, ob das Turmdesign auch praxistauglich ist, führte KONE zahlreiche Simulationen am Computer, aber auch Tests im Windkanal durch. Schließlich müssen die Aufzüge auch bei starkem Wind sicher fahren. Um die einzigartige Umgebung auf die Nutzer wirken zu lassen, installierte KONE im Turm zwei MiniSpace™-Panorama- Glasaufzüge: Sie bieten einen herrlichen Blick auf die Festung, ihre Mauern und den Hafen.

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Der Turmbau auf engstem Raum in der historischen Altstadt Vallettas stellte hohe Anforderungen an die Baustellenkoordination und -logistik. Aufgrund des durchgängigen Projektmanagements ging jedoch alles ohne nennenswerte Schwierigkeiten vonstatten. Der beratende Ingenieur überwachte den Turmbau minutiös und sorgte dafür, dass alle Arbeiten wie geplant umgesetzt wurden. „Der anschließende Einbau der Aufzüge verlief dank der erprobten Installationsprozesse von KONE absolut reibungslos“, erinnert sich Michael Francica, Technischer Leiter bei Mekanika Ltd., dem maltesischen Vertriebspartner von KONE.

800 PASSAGIERE PRO STUNDE 

Schon im Vorfeld hatte KONE Berechnungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die beiden MiniSpace™-Aufzüge dem prognostizierten Ansturm auch gewachsen sein würden. Denn jedesmal nach Anlegen eines Kreuzfahrtschiffs müssen die Anlagen bis zu 800 Fahrgäste pro Stunde befördern.

Dabei überwinden sie in knapp einer halben Minute eine Höhe von 58 m, wobei jede Aufzugkabine Platz für bis zu 21 Passagiere bietet. „Um die Aufzugsteuerungen ideal zu konfigurieren, haben wir auch die Ein- und Ausstiegszeiten der Fahrgäste berücksichtigt“, sagt Francica.

Die starke Nutzung der Anlagen, aber auch die Einflüsse von Wasser, Salz und Wind erfordern eine intensive Wartung und engmaschige Überwachung. Dazu dient das Fernwartungssystem KONE E-Link™: Es sorgt dafür, dass die Servicetechniker im Bedarfsfall schnell reagieren können. Zudem verfügen die Anlagen über regenerative Antriebe, mit denen Bremsenergie in elektrischen Strom umgewandelt werden kann, der wiederum ins Netz zurückgespeist wird.

Und wie finden die Malteser den neuen Barrakka Lift Tower? „Er erinnert sie an den ehemaligen Turm, der hier einst stand“, so Francica. Und die Touristen lieben ihn – denn die installierten MiniSpace™-Anlagen von KONE bieten dank teilverglaster Aufzugkabinen nicht nur einen atemberaubenden Ausblick, sondern vor allem eine komfortable Verbindung zu den Geschäften, Restaurants, Kirchen und Museen der Stadt. So können Besucher die Hauptstadt Maltas auch bei sommerlicher Hitze erkunden, ohne beim Treppensteigen in der Altstadt ins Schwitzen zu geraten.

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